Montag, 8. Mai 2017

The Tux-Kurbel has finished another half marathon!

Am 1. Mai war es soweit. Nach dem Marathon im November letzten Jahres sollte nun ein Halbmarathon in Bad Blumau, ein Ort der durch seine Hundertwasser-Therme bekannt ist, absolviert werden. Bei den 21 Kilometern sollte nicht nur das Durchkommen, sondern auch eine entsprechende Zeit angezielt werden. Die Marathonzeit von 3:34:24 versprache doch eine Zeit unter 1:40.
Im Training laufe ich solche Distanzen öfters, aber seit ca. 25 Jahren nicht mehr im Wettkampftempo. Meinen letzten Halbmarathonbewerb hab ich als 20-jähriger mit 1:33:50 beendet. Das ist lange her.....

Das Wetter hat gepasst und top motiviert bin ich zu einer Zielzeit von rund 1:35 bis 1:40 gestartet. Schon nach der ersten Runde habe ich gemerkt, - heute gehts was!

So habe ich den Bewerb mit 1:32:14 - meine schnelleste, je gelaufene Zeit über diese Distanz - beendet (Ergebnisliste) . Es gelang mir sogar in meiner Altersklasse M40 den 18. - und in der Gesamtwertung der Männer den 43. Platz zu belegen. Der Bewerb war top organisiert, was sicher bei den rund 3000 Startern in allen Bewerben nicht einfach war. Zusätzlich gab es einen gratis Thermeneintritt für die Finisher!

Das gezielte Training für den Novembermarathon beginnt mit Juni. Vielleicht kann ich auch hier meine letzte Zeit unterbieten?


Roman.

Freitag, 21. April 2017

I have found the hardware list of my first PC!

Kleine Renovierungsarbeiten und der Frühlingsputz brachten die Hardwareliste meines ersten PC hervor. Akten und Ordner wurden entrümpelt, Bedienungsanleitungen und Garantiebestätigungen - von Geräten die schon lange nicht mehr im Haus sind - entsorgt.

Doch dieser kleine Zettel wird archiviert. Es war mein erster PC. Als auch er entsorgt wurde, waren bis auf das Mainboard, Floppy-Disk und das Gehäuse sämtliche Komponenten ausgetauscht. Mehr Ram, bessere CPU, zusätzliche Grafikkarte, neues Netzteil, neues DVD-Laufwerk, neuer DVD-Brenner, bessere Lüfter, größere HDD und nicht zu vergessen - eine neue Batterie am Mainboard.
Diese Umbauten und dem Ausprobieren diverser Linuxdistributionen zogen mich immer tiefer in die Materie und erweiterten mein Wissen auf diesem Gebiet.
Man merkt, hier liegt eine kleine emotionale Bindung vor. :-)


Pure Nostalgie, wenn man diese Werte sieht!

Nach kurzer Recherche fand ich natürlich diverse Linux-Ableger, welche noch mit 256 MB Ram zurechtkommen würden. Hier wären z.B. Puppy Linux , antiX  oder Bodhi Linux zu nennen. Bei Bodhi Linux, bei welchem das Gesamtkonzept am Besten ankommt, wären die Mindestanforderungen sogar noch darunter.

Die Sinnhaftigkeit des Einsatzes so eines Systems als Arbeits-PC ist jedoch meiner Meinung nach zweifelhaft. Alleine schon mit einem Browser wie Firefox wäre das System überfordert. Wie auch aus dem Systemanforderung des Firefoxs hervorgeht. Chromium verhält sich da nicht anders. Natürlich gibt es andere, nicht so systemhungrige Browser oder Konsolenbrowser, diese sind aber in ihrer Funktion beschränkt.

Jahre später werden diese Zeilen geschrieben mit:

  • 4-Kernprozessor mit je 2,4 GHz
  • 4 GB RAM
  • Grafikkarte mit 1 GB RAM
  • 1 Terabyte HDD
...... und nicht zu vergessen - LINUX!!



Die Zeit bleibt nicht stehen!

Roman

Montag, 27. Februar 2017

How to fix the rtl8723be (Realtek-Wifi) problem on openSUSE leap 42.2

Da mein altes Notebook mir bereits seit 8 Jahren dient, ist es natürlich in die Jahre gekommen. CPU und GPU sind für ein Linuxsystem mit KDE-Oberfläche noch mehr als ausreichend, aber an der Peripherie merkt man doch deutlich das Alter. So gibt es einige Gebrauchsspuren. Der Rand des Displays hat einen Sprung im Plastik. Der Akku - dieser wurde bereits einmal ausgetauscht - hält keine Stunde mehr. Der Lüfter ist nervig laut geworden - ein Ersatz würde ca. € 45,- kosten. Nicht viel Geld, aber in ein so altes Gerät noch investieren?

Also musste ein neues Notebook her. Da ich aber meinen Desktop PC als Haupt-PC nutze aber mein Notebook nur für Office-Anwendungen und Vorträge, hatte ich diesbezüglich keine großen Ansprüche. Deshalb entschied ich mich für ein kostengünstiges Einsteiger-Notebook von HP. AMD A6 Prozessor, 4 GB RAM, 1 TB HDD, DVD Laufwerk, 15,6 Zoll Display mit 1920x1080 Auflösung, sollten für meinen Gebrauch reichen. Mit einem Gewicht von 2,4 Kilogramm ist es dazu noch knapp mehr als einen Kilogramm leichter als mein altes Notebook. Weiters entschied ich mich absichtlich für ein Gerät ohne vorinstalliertem Windows.
Eine Internet-Recherche ergab, dass es mit der AMD  A-Reihe keine Probleme seitens Linux gibt, und deshalb war es rasch bestellt. Auch fand ich HP - hier vor allem im Druckerbereich - den Linuxusern immer sehr entgegenkommend (Bereitstellung von Treibern).

Am Gerät selbst gibt es nichts zu meckern. Alles so wie bestellt.

Konfiguration:

OpenSUSE leap 42.2 wurde mittels bootfähigen USB-Stick ohne Probleme installiert.

Doch bei der Konfiguration der Wlan-Verbindung wollte es nicht so recht klappen. Über YasT / Hardware fand ich heraus, dass es sich um einen rtl8723be Wifi Chipsatz handelt. "hwinfo" und "lspci" brachten auch keine anderen Ergebnisse. In den Standardrepos gab es keine extra Firmware dafür. Eine Internetrecherche ergab, dass dieser Chipsatz von Realtek jedoch seit Kernel 4.2.x unterstützt wird - also auch bei openSUSE leap 42.2.

Also holte ich mir über das openSUSE Softwareportal (rtl8723be in Suche eingeben) ein Repo mit der neuesten Firmware.
Doch auch das brachte keinen Erfolg.
Das Wlan funktionierte - aber nur mit einer Reichweite von ca. einem Meter Abstand vom Router. Danach brach die Verbindung ab.

Eine weitere Internetrecherche brachte die Lösung: Das Problem lag am Setup der "Antenne" der Wlan-Karte. Mit Hilfe dieser Anleitung konnte ich mein Problem lösen.

Man geht wie folgt vor:

Konsole/Terminal öffnen und "root-Rechte" erlangen (mittels su und Passwort für root).

Danach folgende Befehle eingeben:

 modprobe -rv rtl8723be   (Enter)

modprobe -v rtl8723be ant_sel=1  (Enter)  

Damit das Setup auch nach einen Neustart bestehen bleibt, gibt man folgenden Befehl ein:

echo "options rtl8723be ant_sel=1 fwlps=0" | tee /etc/modprobe.d/rtl8723be.conf

Danach nur noch:

modprobe -r rtl8723be

modprobe rtl8723be


Fertig! Nun sollte das Wlan anstandslos funktionieren.

Sollte es nicht funktionieren kann man noch alternativ  ant_sel=2 oder ant_sel=0 ausprobieren. In der von mir im Internet gefundenen Anleitung war zum Beispiel ant_sel=2 der Schlüssel zum Erfolg. Bei mir war es ant_sel=1.
Dieses Antennen-Setup scheint daraus zu resultieren, da Wlan und Bluetooth ein und dieselbe Schnittstelle bzw. Adapter sind und der Treiber an der Einstellung scheitert.

Mein Wlan funktioniert nun einwandfrei. Die Reichweite ist ausgezeichnet.

Auf der Webseite von HP fand ich dazu leider keine Lösungsansätze.

Roman


Donnerstag, 15. Dezember 2016

Screenfetch - a nice bash tool on openSUSE leap 42.2

Screenfetch ist ein nettes kleines Tool zur Darstellung eines Systemüberblickes im Terminal (bash). Screenshots davon habe ich schon öfters mal bei Twitter und Co. gesehen, wurde aber jetzt erst bei intux.de zufällig fündig.

Bei openSUSE leap 42.2 liegt es bereits in den Standardrepositorien auf und ist daher lediglich über YasT / Software installieren oder mittels zypper install screenfetch  (in der Konsole mit root-Rechten) zu installieren.



Danach öffnet man die Konsole und gibt den Befehl screenfetch ein.



Je nach Farbeinstellung (Profil) der Konsole ist das Erscheinungsbild unterschiedlich.



Fällt eindeutig unter "klein aber oho"!

Danke an intux.de!

Roman.


Montag, 28. November 2016

Snapshot management with Snapper claims a lot of space in the root partition on openSUSE leap 42.2

Das System Recovery Tool "Snapper" ist bereits seit openSUSE 12.1 Teil der Distribution. Es werden damit automatisch sogenannte Snapshots - also Wiederherstellungspunkte - erstellt.

Ausführliche Erklärung zu Snapper

Es war mir bis jetzt noch nie in diesem Maße aufgefallen, doch ließ mich die Größe meiner root-Partition nach dem Upgrade auf openSUSE leap 42.2 zweifeln. Von der automatisch angelegten Größe von 40 GB für /root  waren nur noch knapp 7 GB frei. Normalerweise hat meine root-Partition ein Volumen von 10 bis max. 15 GB.

Das Übel wurde rasch gefunden. Es waren die Snapshots. Denn es waren auch noch alle Snapshots von openSUSE 42.1 vorhanden.

Diese konnten über Anwendungsmenü / Yast / Snapper / gelöscht werden. Nur die letzten 3 Snapshots von der langen Liste ("vorher&nachher" und einmal mit "important=yes" markiert) behielt ich. Standardmäßig behält sich openSUSE leap 42.2 die 10 letzten Snapshots.

Nach dieser Aktion waren wieder mehr als 27 GB auf meiner root-Partition frei.

Roman.


Moving of /var/cache to a separate subvolume - openSUSE leap 42.2

Wenn man auf openSUSE 42.2, so wie ich hier beschrieben habe, das Upgarde durchführt, wird seitens openSUSE empfohlen /var/cache in ein eigenes Subvolumen zu verschieben.Bei einer kompletten Neuinsatllation ist dies nicht nötig!

Wie dies durchzuführen ist, kann man hier unter Punkt 3 Move /var/cache to a separate subvolume auf der openSUSE Webseite nachlesen. Es ist ganz einfach. Man öffnet die Konsole (Terminal) - erlangt root-Rechte - und führt Punkt für Punkt aus. Man gibt die jeweiligen Befehle per Copy and Paste ein und bestätigt mit Enter. Ich z.B. hatte keine Datei mit /var/cache.old.

Ist man bei dem Absatz "....entry to /etc/fstab for the new /var/cache subvolume......" angekommen, so hilft vielleicht die folgende kurze Beschreibung:

Über das Anwendermenü / System / File Manager - Super User mode / wird der Dateimanager Dolphin mit root-Rechten geöffnet. Über Basisordner / etc / gelangt man in den etc Ordner, in welchen sich die Datei fstab befindet. Diese wird mit Doppelklick geöffnet.

Hier habe ich die Zeile

UUID=821........cc..........e-ea......acc......bfd..  /var/tmp btrfs subvol=@/var/tmp  @ @

einfach kopiert und am Ende der Auflistung wieder eingefügt. Anschließend werden in der neuen Zeile die Wörter "tmp" durch das Wort "cache" ersetzt und fstab gespeichert. Dolphin wird anschließend geschlossen und in der Konsole der letzte Befehl von der openSUSE Webseite ausgeführt. Nach einem Neustart ist /var/cache in ein eigenes Subvolumen verschoben worden. Dies soll deshalb wichtig sein, da durch Snapshots des Tools Snapper das Datenvolumen in /var/cache rasant ansteigen kann.

Roman.

Sonntag, 20. November 2016

openSUSE leap: Upgrade from 42.1 to 42.2

Nach rund einem Jahr war es wieder so weit und eine neue Version von openSUSE leap ist erschienen.Die 42.2´er Version wurde veröffentlicht.

Also Zeit das Upgrade durchzuführen.

Das Upgrade der 13'er Versionen habe ich  hier in meinem Blog ausführlich beschrieben. Dies ist bis heute auch die meistbesuchte Seite in meinem Blog.

Das Upgrade von 13.2 auf leap 42.1 führte ich nicht so durch, da sich openSUSE leap bereits im Grundaufbau komplett von den bisherigen Versionen unterschieden hat. Ich wählte eine Neuinstallation.

Nun aber, da dies nur ein Upgrade von "leap zu leap" war, wählte ich wieder die Methode mit "zypper". Allerdings in leicht geänderter Form.

Upgrade:

Einfach aus Interesse wählte ich eine Mischform aus "Yast" und "zypper". Es erspart eine Tipparbeit in der Konsole und ist dadurch für "Laien" nicht so abschreckend.

Los gehts!

Zuerst wichtige Daten sichern, oder das gesamte Betriebssystem! (z.B. mit Clonezilla)

Über das Anwendermenü und Yast gehts zu den Repositorien (root-Rechte erforderlich!):


Hier löschen wir alle eingebundenen Repositorien außer diese:


Non-Oss, Oss, Update und Update Non-Oss bleiben erhalten!!

Danach verlassen wir Yast und öffnen die Konsole. Erlangen root-Rechte (Administratorrechte) mit dem Befehl "su" und der anschließenden Passworteingabe (diese sieht man beim Tippen nicht!!).

Es folgt der Befehl "zypper ref" (mit Enter bestätigen)

Hier werden die (noch verbliebenen Repos) aktualisiert.



Danach der Befehl "zypper up" (mit Enter bestätigen)

Hiermit wird das System auf den neuesten Stand gebracht. Die Aktualisierung muss mit einem "j" für "ja" bestätigt werden.

Ist dies geschehen, so verlassen wir die Konsole wieder und gehen zurück zu den Repositoren mittels Yast.



Nun klicken wir jedes einzelne Repo an und öffnen es mittels den "Bearbeiten" - Button. Das Fenster "Server und Verzeichnis" erscheint. Nun ersetzen wir einfach 42.1 durch 42.2 sowohl in der oberen, als auch in der unteren Zeile.
Wie gesagt, diese Änderung führen wir bei allen vier Repositorien durch. Dabei ließt sich das System stets beim neuen Server ein. Beim letzten Repo muss die Lizenzvereinbarung mittels "Weiter" bestätigt werden.

Nun wieder raus aus Yast und rein in die Konsole. Wieder root-Rechte mittel "su" und Passwort.erlangen.

Es folgen die Befehle:

  •  "zypper clean --a" (mit Enter bestätigen) (hierbei werden die Repos bereinigt)
  •  "zypper ref" (mit Enter bestätigen) (hier werden die Repos neu eingelesen)


                                                             
Nun folgt der Upgrade-Befehl "zypper dup" (mit Enter bestätigen)

Nach zwei bis drei Bestätigungen mit "j" für "Ja" und durchgelesenen Lizenzen (diese können mit "q" übersprungen werden) beginnt der Download der neuen Pakete.



...und es läuft und läuft.....

Ist der Download beendet so wird gleich in der Konsole der Befehl "reboot" eingegeben. Das System startet neu, und wenn alles glatt gelaufen ist, ist das Upgrade ist vollbracht.


In der Systeminformation sollte nun 42.2 zu sehen sein mit der KDE 5.8.2 Version.


Nun kann man wieder über Yast / Repositorien gewünschte zusätzliche Repos (für Multimedia etc,..) einbinden (zumeist über Hinzufügen / Community-Repos).

Ich hoffe das Alles gelingt!

Roman.

Dienstag, 15. November 2016

The Tux-Kurbel finished his first marathon competition!

Nun wieder einmal ein Post in eigener Sache:

In den letzten beiden Jahren wurde ich immer mehr zum Läufer. Dies war vor allem durch den Zeitmangel in der Phase, in welcher ich die Matura (Abitur) nachholte, bedingt. Also weg vom Rennrad und hin zu den Laufschuhen.
Doch auch dies war für mich nichts Neues, da ich als 20jähriger sehr aktiv als Triathlet unterwegs war. Nach dem Schwimmen und Radfahren lief ich noch Halbmarathonzeiten so um 1 Std. 35 min.
Einen Marathon lief ich allerdings nie.

Doch jetzt musste es einfach sein. Im Sommer dieses Jahres meldete ich mich bereits für den Wettkampf am 5 November in Rauchwart an. Ab diesem Zeitpunkt intensivierte ich mein Training und versuchte mich gezielt anhand eines Trainingsplans auf sie 42,195KM vorzubereiten.

Der Wettkampf:

Das Wetter war perfekt. Zu Beginn hatte es zwar nur +1 Grad, aber die Temperatur während des Laufes lag bei 4 - 6 Grad. Dazu war es völlig windstill.
Mit meinem Sohn als Runden-Coach, er übermittelte mir stets die Rundenzeiten - und ob ich mich im geplanten Zeitrahmen befand (3:30h bzw. 3:40h Endzeit), war ich auch "mental" gut abgesichert.

Alles lief gut und bis Kilometer 35 war ich auch zeitlich sogar unter den 3:30 angesiedelt.


Letztendlich konnte ich mit einer Zeit von 3 Std. 34 Min 24 Sek. die Ziellinie als 18'er des Marathonbewerbes überqueren. ( Ergebnisliste )


Dies war mein Erster, aber sicher nicht mein letzter Marathon!

PS: Großen Respekt zolle ich auch dem gesamten Organisationsteam. Der Wettbewerb war der Hit!

Roman

Samstag, 1. Oktober 2016

Creating private shared folder on openSUSE Leap 42.1 with KDE (Plasma 5)

Unlängst unterhielt ich mich mit Didi von Didis Blogazo (über unseren XMPP Klient) über Ordnerfeigaben auf ein und demselben PC. Also nicht im Heimnetzwerk oder ähnliches.
Didi erstellte dazu einen Blogeintrag: Gemeinsamer Ordner mit Samba...

Ich hatte es jedoch in der Zwischenzeit bereits selbst gelöst. Möchte jedoch, inspiriert durch Didis Eintrag, auch meinen Weg darstellen.

Aufgabe:

Es sind auf einen PC mehrere Nutzer. Alle haben einen eigenen Zugang. Z. B. jedes Familienmitglied hat einen eigenen Account auf einen gemeinsamen PC.
Nun sollen sich zwei Nutzer einen Ordner teilen dürfen, die anderen Nutzer sollen darauf aber keinen Zugriff haben.

In meinem folgenden Beispiel sollen "roman" und "familie" Zugriff auf einen gemeinsamen Ordner haben, "max" soll dieser Zugriff jedoch verwährt bleiben.

Da alle neuen Nutzer automatisch der Gruppe "user" angehören, würde bei der Möglichkeit von Didi aber auch "max" Zugriff auf den Ordner haben.

Deshalb muss man eine zuvor eine neue Gruppe erstellen!
Über YaST gelangt man zur Gruppenverwaltung.



Nach dem öffnen der Gruppenverwaltung sieht man die angemeldeten Nutzer mit der Gruppenanghörigkeit.


Über den Reiter Gruppe und "Hinzufügen" legt man eine neue Gruppe an. Wählt einen Namen aus (man kann frei wählen - hier in meinem Fall "Datenaustausch") und fügt die gewünschten Gruppenmitglieder hinzu.


Nach "OK" sieht man bereits die neue Gruppe und deren Mitglieder.


YaST wird geschlossen und der Dateimanager Dolphin geöffnet. Nun wird ein neuer Ordner (der neue gemeinsame Ordner) erstellt. Hier z. B. "Sammelordner". Danach wird Dolphin wieder geschlossen und im "Super-User-Mode" (also mit root-Rechten) geöffnet.



Über "Orte - Basisordner - home - roman" gelangt man zum angelegten Sammelordner und öffnet ihn mit Rechtsklick und "Eigenschaften".


 Unter "Berechtigung" gibt man der Gruppe auch die Möglichkeit für "Anzeigen & Ändern des Inhalts möglich", ebenso ändert man bei "Eigentümer" die Gruppe auf die neu angelegte Gruppe (in meinem Fall auf "Datenaustausch").


 Bei der Einstellmöglichkeit "Erweiterte Berechtigung" fügt man eine "Benannte Gruppe", in  diesem Fall "Datenaustausch" hinzu. Diese und der Eintrag "Maske" sollte mit drei grünen Häkchen versehen sein. Ebenso der Eigentümer und die Eigentümer-Gruppe. "Sonstige" erhält keine Häkchen.



Nun wird Dolphin geschlossen und als "normaler User" wieder geöffnet, sowie eine Testdatei angelegt.


Dolphin wird geschlossen und eine neue Sitzung über "Menü (Anwendungsstarter) - Sitzung - Neue Sitzung" gestartet (Wechsel des Benutzers). In meinem Fall starte ich den Benutzer "familie".

Hier wird Dolphin normal gestartet. Über "Orte - Basisordner - home - roman" wird der Sammelodner angezeigt. Dieser wird per Drag & Drop in "Orte" integriert.



Der "Sammelordner" kann geöffnet, die Daten darin verwendet und gegebenenfalls auch gelöscht werden. Möchte man jedoch z.B. eine Textdatei öffnen, bearbeiten und wieder speichern klappt dies nicht. Die Rechtevergabe verbietet dies. Man muss zuvor die Datei herauskopieren - bearbeiten - und anschl. wieder in den Sammelordner speichern.



"roman" und "familie" können sich nun einfach Daten wie z.B. Fotos oder Videos teilen.

Nun wird wieder eine neue Sitzung gestartet - der Benutzer "max". Auch bei "max" wird Dolphin normal gestartet und versucht über "Orte - Basisordner - home - roman" den Sammelordner in "Orte" einzufügen. Hier fällt sofort auf, dass der Sammelordner nun mit einem Schlosssymbol versehen ist. Es ist möglich ihn in "Orte" zu integrieren (dabei verschwindet das Schlosssymbol), aber möchte man ihn öffnen wird der Zugriff verweigert.


"max" ist nicht Gruppenmitglied der Gruppe "Datenaustausch" und kann deshalb auf den Sammelordner nicht zugreifen.

Die Aufgabe wurde erfolgreich gelöst.

Roman.

PS: Danke an Didi, der sich meines Problems rasch angenommen hat.


Donnerstag, 28. Juli 2016

Which OCR tool works well on openSUSE Leap 42.1? - Here is a brief overview.

OCR  (optical character recognition) ist eine automatisierte Texterkennung. Texte in gescannten Bildern können erfasst werden und anschließend in eine Textdatei umgewandelt werden, wodurch diese bearbeitbar sind. Dies braucht man selten, aber doch.
Welches dieser Programme unter Linux, speziell bei openSUSE, effizient arbeitet, zeigt der folgende kurze Überblick:

Ausgangspunkt ist eine Textdatei in deutscher Sprache aus Wikipedia, die auf meinem HP Deskjet 2050-J510 series mit 300 dpi (grayscale) ausgedruckt wurde und anschließend mit 300 dpi (Graustufen) wieder mit dem HP Deskjet eingescannt wurde. Es wurden bewusst unterschiedliche Schriftgrößen verwendet und auch das eine oder andere Wort in englischer Sprache. Der Treiber des HP "All-in-one" kommt von hplip.


Testtext:



XSane:

Um einen Scanner unter Linux zu betreiben führt der Weg an XSane kaum vorbei. Auch dieses Tool kann mit Texterkennung umgehen. XSane benötigt dazu aber die Pakete "gocr" und "gocr-gui" aus den Standard-Repos.



"Text" wählen und die anschließend gescannte Datei als.txt Datei speichern. Das Ergebnis ist jedoch mehr als fraglich. Kaum ein Wort wurde richtig erkannt.





gimageReader

gimageReader ist eine grafische Oberfläche (GUI) von tesseract . Es ist in den Standard-Repos nicht enthalten, und muss über die Paketsuche eingebunden werden (als instabiles Paket). Es ist jedoch voll funktionstüchtig. Natürlich muss dazu auch tesseract installiert sein.




Auch hier wird der Text mit 300 dpi gescannt. Anschließend mit "Text erkennen" überprüft.


Ich habe das Ergebnis in ein LibreOffice Writer Dokument kopiert, verbessert und anschließend als .pdf gespeichert. Das Ergebnis ist hier bereits viel besser. Die rotmarkierten Stellen sind Fehler der Texterkennung. Typische Fehler sind Namen, Satzzeichen,...





Tesseract

Tesseract ist ein Tool rein für die Kommandozeile. Es liegt in den Standard-Repos vor und funktioniert einwandfrei. Das Ergebnis ist ident mit dem von gimageReader (natürlich, denn gimageReader arbeit ja mit tesseract).
Nun ist aber die Hürde mit der Konsole zu arbeiten für manche zu groß. Noch dazu ist im Jahre 2016 eine GUI für ein Programm kein Luxus mehr.



Online Dienst: Free Online OCR

Ein Beispiel für einen Web Dienst zu diesem Thema ist Free Online OCR . Hier habe ich den Testtext gesannt und in eine .pdf Datei umgewandelt. Diese wird hochgeladen und nach nicht mal einer Minute hat man die fertige Textdatei. Wahlweise .txt oder .docx. Ich habe wieder das Ergebnis (.txt) in ein LibreOffice Writer Dokument kopiert, verbessert und als .pdf gespeichert. Das Ergebnis ist das Beste meiner kleinen Testreihe. Die Fehler sind wieder rot gekennzeichnet.



Proprietäre und Open Source Software:

Natürlich gibt es noch einige proprietäre Software-Tools, auf diese möchte ich aber nicht weiter eingehen. Mein Interesse liegt doch eher bei Open Source.

Bei den Open Source Tools sollte Transkribus nicht unerwähnt bleiben. Dieses Tool befasst sich vor allem mit handgeschriebenen Texten (dazu fällt mich gleich die automatisierte Briefsortierung bei der Post ein). Dieses habe ich jedoch nicht getestet. 


Fazit:

Trotz einiger Möglichkeiten, installierbare Open Source OCR Tools zu nutzen, fällt mein Ergebnis doch eindeutig aus. Der Onlinedienst "Free Online OCR" hat die beste Erkennung und somit das beste Ergebnis.

Roman.